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Aktuelles


Was bedeutet die ab 25. Mai geltende „Datenschutzgrundverordnung“
für Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und für Patienten?

Die Odenwald Allianz ist in vielerlei Hinsicht sehr aktiv und nimmt im Bereich der Gesund-heitsversorgung eine Vorreiterrolle ein. Neben der Ärztegewinnung und der Attraktivität der Pflegenachwuchskräfte steht nun auch die Digitalisierung auf der Tagesordnung. Die Odenwald-Allianz entwickelt sich immer mehr zur Modellregion. Seit 2015 bereits steht unsere Strategie unter dem Motto „Campus GO – smarte Gesundheitsregion bayerischer Odenwald“. Um sowohl der demografischen Entwicklung als auch den Vorgaben der Gesetzgeber gerecht zu werden, gehört für uns der Einsatz digitaler Technologien bereits zum konstitutiven Element unserer Arbeit für die Sicherung von Lebensqualität und Standortattraktivität unseres Teils von Unterfranken, so der Allianzsprecher Peter Schmitt.
Auch die ab 11. April europaweit geltende Datenschutzgrundverordnung wird auf der von der Odenwald Allianz organisierten Informationsveranstaltung zur Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung am 11. Mai in Miltenberg behandelt. Die für Ärzte als Praxisinhaber und für die Leitung von Pflegeheimen oder Pflegediensten wichtigsten Neuregelungen werden vorgestellt und in ihren Auswirkungen diskutiert. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt dazu: „Für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten bedeutet die neue Verordnung, dass sie nun mehr die Einhaltung des Datenschutzes in der Praxis nachweisen müssen. Dieses Datenschutzmanagement beinhaltet unter anderem die Information der Patienten darüber, wie der Schutz ihrer Daten gewährleistet wird. Die wichtigsten Fakten zur Datensicherheit sollten leicht verständlich und transparent in der Praxis dokumentiert werden – beispielsweise in einem Aushang. Dazu gehören Informationen zur Dauer der Speicherung sowie zum Zweck der Verarbeitung. Darüber hinaus muss jede Praxis nunmehr ihre eigene Datenschutzrichtlinie formulieren. Darin regeln Praxisinhaber, wie sie und ihr Praxisteam die Vorgaben des Datenschutzes einhalten. Es werden die Verantwortlichkeiten beispielsweise bei Daten-schutzvorfällen benannt. Außerdem sollen in der Richtlinie die Zugriffsrechte auf die Daten sowie technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten dargestellt werden.“
Zentral für die Patienten ist jedoch, dass vor allem die neuen Transparenz- und Informati-onspflichten der Stellen, die die Daten erheben, speichern und verarbeiten, zu einem deutlich stärkeren Schutz führen.
Der Experte von Fraunhofer Fokus in Berlin, Dr. Jörg Caumanns, informiert aber auch über die Bandbreite sinnvoller Anwendungen von Telemedizin und elektronische Patientenakten. Dabei wird er auch auf bereits festgelegte Patientenrechte wie den einheitlichen Medikationsplan oder das Entlassmanagement zu sprechen kommen.

Der Ablauf der Veranstaltung
17:00 Uhr: Begrüßung, Bürgermeister Helmut Demel
Grußwort, Landrat Jens-Marco Scherf, Landkreis Miltenberg
Einleitung, Christine Becker – salutoconsult,
„‘Smarte Gesundheitsregion‘ der Odenwald-Allianz – was soll das eigentlich?“
17:30 Uhr:„Digitalisierung im Gesundheitswesen – Das hohe Gut Gesundheitsdaten“ – Vortrag von Dr. Jörg Caumanns, Fraunhofer Fokus (Berlin)
18:30 Uhr: Fragen / Diskussion
18:45 Uhr: Zusammenfassung und Ausblick

Gesundheit der Beschäftigten in Kommunen und Betrieben im bayerischen Odenwald als Ziel eines überregionalen Forschungsnetzwerkes

Die Odenwald-Allianz ist Partner in einem Forschungsprojekt des Instituts für Arbeitsmedizin an  der Uni Erlangen zur Gesundheitsförderung von Beschäftigten. Dieses Projekt ist Teil des Masterplans „Campus GO – smarte Gesundheitsregion bayerischer Odenwald“ und bietet die optimale Gelegenheit grundsätzliche Fragen der gesundheitlichen Prävention zu verfolgen. Gerade in Regionen wie dem bayerischen Odenwald ist es für Arbeitgeber relativ schwer die vom Gesetzgeber geforderte betriebsärztliche bzw. arbeitsmedizinische Versorgung von Arbeitnehmern zu gewährleisten. Besonders kleine Unternehmen stehen dabei vor großen organisatorischen Problemen. Aber auch für die Verwaltungen der Kommunen, ihre Eigenbetriebe und Gesellschaften gestaltet sich die Gewährleistung einer qualitätsgesicherten und verlässlichen betriebsärztlichen Betreuung problematisch, was angesichts der großen Verantwortung, die auf Grund der demografischen Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf die Infrastrukturen der Kommunen und ihrer Erwartungen an die Gestaltungskraft der Kommunen besonders in’s Gewicht fällt. Über das nachfolgend beschriebene Forschungsprojekt hinaus wird die Odenwald-Allianz in enger Zusammenarbeit mit dem Institut IPASUM und seinen Kooperationspartnern auch die vor Ort niedergelassenen Ärzte und Therapeuten zur Mitwirkung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) einladen, begleitet u.a. durch entsprechende Fortbildungen. Als Teil der Strategie von „Campus GO“ soll das BGM in die Vernetzung von Leistungserbringern der Region eingebunden werden, wodurch auch die Attraktivität und die Wirtschaftlichkeit der beteiligten Praxen erhöht würde. Zu den Zielen des engeren und systematischeren Zusammenwirkens von betriebsärztlicher bzw. arbeitsmedizinischer Versorgung und BGM mit den Praxen in der Region soll die Verbesserung der Bedingungen für die ambulante medizinische Versorgung gehören, außerdem die Steigerung der Attraktivität des Standortes für Wirtschaftsunternehmen und von Arbeitsplätzen in den öffentlichen Verwaltungen und kommunalen Unternehmen. Profitieren wird aber v.a. die in der Region arbeitende Bevölkerung. Der bayerische Odenwald soll eine gute Region zum Arbeiten bleiben.     RegioKMUnet RegioKMUnet ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt. Ziel des Verbundprojekts RegioKMUnet ist die Entwicklung und Implementierung eines ganzheitlichen Konzepts zur Förderung eines systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie bei kommunalen Arbeitsgebern. Dabei stehen vor allem die zwei thematischen Schwerpunkte psychische Gefährdungsbeurteilung und die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Arbeitswelt im Fokus. Projektarbeit und Teilnehmer Innerhalb des Projekts wurden zwei regionale Netzwerke aufgebaut, eins davon ist der kommunale Zusammenschluss der Odenwaldallianz zusammen mit fünf weiteren in dieser Region ansässigen Unternehmen. Das andere Netzwerk bildet sich aus sechs Unternehmen aus dem Raum Mittelfranken. Die Inhalte des Projekts bestehen im Wesentlichen aus vier Säulen, über die ein systematisches und effizientes Implementieren eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement im Unternehmen stattfinden soll. 1. Netzwerke In vierteljährlich stattfindenden Netzwerksitzungen kommen je Netzwerk Vertreter der Kommunen und Unternehmen zusammen, um die Themengebiete möglicher gesundheitsfördernder Strukturen für Arbeitnehmer aufzuarbeiten: Dabei werden über Vorträge, Veranstaltungen, Arbeitskreise etc., die dem Bedarf der Kommunen und KMU speziell angepasst sind, vor allem die psychische Belastung am Arbeitsplatz, aber auch allgemein das BGM behandelt. Neben den fachlichen Inputs soll über den Austausch der Unternehmen und dem Stattfinden gemeinsamer Kurse, Maßnahmen und Events ein Synergieeffekt entstehen. 2. Psychische Gefährdungsanalyse und Maßnahmen Neben den Netzwerksitzungen wird mit allen Netzwerkteilnehmern individuell gearbeitet. Bei der Psychischen Gefährdungsanalyse wird die psychische Belastung am Arbeitsplatz ermittelt. Seit 2013 ist jeder Arbeitgeber zur Durchführung dieser Analyse gesetzlich verpflichtet. Im Rahmen des Projekts wird dies mit übernommen und soll aber nicht nur die Gesetzesvorgabe abdecken, sondern v.a. auch dem KMU und kommunalen Arbeitgebern zur evtl. Verbesserung der Situation verhelfen. Das Verfahren dazu entspricht den gängigen Vorgaben und Empfehlung des Gesetzgebers: Analyse über Mitarbeiterbefragung und Interview der Unternehmensleitung, Auswertung der Daten sowie Ableitung und Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation als auch Evaluation der Maßnahmen auf ihren Erfolg. 3. Betriebsarzt Der Arbeits- und Kompetenzbereich des Betriebsarztes wurde ebenfalls seit 2013 mit der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbmedVV) um den Bereich der Präventionsmaßnahmen erweitert. Teil dieser präventiven Maßnahmen, die einen „Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes leisten“ sollen (ArbmedVV 2013), ist ein funktionierendes, gelebtes und systematisch organisiertes BGM. Die Rolle des Betriebsarztes kann und soll hierbei die eines „Kümmerers“ sein. Die Kombination aus fachlichem Wissen und der Tatsache, dass der Betriebsarzt der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt, machen ihn unverzichtbar im BGM. Allerdings ist dieses Gebiet für viele Betriebsärzte ein noch neues Aufgabenfeld, für das v.a. die zeitlichen Ressourcen, aber auch teilweise das praktische Wissen noch nicht ausreichend vorhanden ist. Innerhalb des Projekts sollen daher für und zusammen mit den Betriebsärzten der teilnehmenden Unternehmen und Kommunen Wege und Methoden erarbeitet werden, um sie in dieser Rolle zu stärken. 4. Verbreitung und Außenwirkung unter anderem über ein Kommunikationsportal Die Aufrechterhaltung der Gesundheit eines jeden Arbeitnehmers steht im Vordergrund bei der Etablierung und Implementierung eines BGM. Dies zu ermöglichen, setzt die Entstehung eines Bewusstseins und einer Gesundheitskultur sowohl beim Arbeitgeber als auch beim Arbeitnehmer voraus. Für eine Ausdehnung einer solchen Gesundheitskultur sollen die Bekanntmachung der Projektarbeit und -inhalte und der Austausch von Erfahrungen unter den Teilnehmern sorgen. Um dies zu unterstützen wird zudem ein Kommunikationsportal entwickelt. Dies soll einerseits eine innerbetriebliche Austauschplattform darstellen, über die sich Mitarbeiter informieren und austauschen können (z.B. über Angebote durch den Arbeitgeber, Teilnahme, Empfehlungen etc.). Zum anderen soll es den Unternehmen nach außen hin die Möglichkeit geben, sich im Sinne eines „employer branding“ attraktiv darzustellen, u.a. mit dem Aspekt, zur Gesundheit und zum Erhalt der Gesundheit der Mitarbeiter beizutragen. Durchführende Partner: IPASUM – GRUNDIG AKADEMIE  – MDK BAYERN  – FAU –  Peter   Brehm

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